Im dritten Teil über den Tag der Immobilienwirtschaft dreht sich alles um Energieeffizienz. Mit der FDP und der CDU trafen zwei Seiten aufeinander, die bei diesem Thema durchaus unterschiedliche Ansichten vertreten.

FDP gegen zu viel Regulierung

Christian Lindner von der FDP möchte, dass es für die nächste Verschärfung der EnEV (Energieeinsparverordnung) ein Moratorium gibt. In diesem Sinne plädiert er dafür, drei Jahre zu warten, bis die nächste Verschärfung eingeführt wird. Mit der EnEV 2020 ist dann das Ziel verbunden, dass ab 2025 Häuser eine ausgeglichene Bilanz zwischen Immission und Emission. Im Sinne der FDP sind Regulierungen wie die EnEV teuer, Lindner ist eher gegen staatliche Regulierung. Die oben erwähnte Mietpreisbremse und das Makler-Besteller-Prinzip findet er weniger sinnvoll. Bei der Grunderwerbssteuer ist Lindner dafür, einen Freibetrag einzurichten, z.B. bis 250.000 EUR. Die Wohnkreditrichtlinien erschwert die Beschaffung von Wohneigentum und auch das findet er Quatsch, weil Wohneigentum der beste Schutz vor Altersarmut ist.

CDU für Weiterführung der Energiesparverordnung

Frau Merkel sieht, dass im Wohneigentum mit Blick auf Neubau schon viel getan ist, nichtsdestotrotz möchte sie, dass die EnEV bestehen bleibt und an der Klimaschutzstrategie festhalten– das wäre schon mal interessant mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen, wenn sie mit der FDP zusammengehen würde. Aber wo natürlich das größte Potenzial liegt: Bei der Sanierung von bestehenden Häusern. Und da muss man ganz klar sagen, dass 60 Prozent der Häuser von vor 1977 stammen. Damals ist die erste Wärmeverordnung ergangen und das heißt, 60 Prozent der Häuser haben noch nicht mal die erste Wärmeverordnung beim Bauen berücksichtigt. Daher soll es eine EnEV für Altbausanierungen geben. Weshalb die Bundeskanzlerin das Bauthema so wichtig findet, fasste sie wie folgt zusammen: „Wo, wie und was wir bauen, entscheidet wesentlich darüber, wie wir morgen leben.“

Krynos Linkpost-1-5

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