Der Jahreswechsel 2017/2018 führte mich mal wieder nach Hong Kong, wo an vielen Ecken Harmonie sprichwörtlich zu finden ist. Denn in der quirligen Stadt ist Feng Shui omnipräsent, wie ich auch diesmal an einem kleinen Beispiel erlebte.

Inmitten des alten Stadtkerns, in der Wing Fung Street, habe ich am Straßenrand einen kleinen Schrein entdeckt. Er spiegelt die taoistische Religion wider, repräsentiert den Bezug zur Umwelt und gleichzeitig einen gewissen Ahnenkult. Zudem zielt der Taoismus auch immer auf Raumgestaltung ab, weshalb aus dieser Tradition heraus Feng Shui entstand, das eine harmonische Umgebung schaffen soll.

Schrein für Harmonie

Auf dem Foto ist der besagte Schrein abgebildet, in dessen Hintergrund auf der rechten Seite eine kleine schwarze Tür mitsamt blauem Schild zu sehen ist. Dabei handelt es sich um einen Bunker-Eingang: Hong Kong war Ende der 1930er Jahre von japanischen Truppen besetzt und aus Sicht der Alliierten feindliches Gebiet. Bomben und Granaten schlugen ein, so auch rund um diesen Bunker, in dem sich heute noch Geister aufhalten sollen. Um sie zu beruhigen und den Toten vor Ort zu Gedenken bzw. Harmonie wiederherzustellen, hat man diesen roten Schrein gebaut. Er ist einer von vielen weiteren architektonischen Entdeckungen, über die ich auch in meinem nächsten Beitrag mehr berichten werde.

Harmonie in Hong Kong

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