Wie letzte Woche berichtet, führte mich kürzlich eine Reise nach Rom: Ich war beeindruckend, wie weit entwickelt dort schon vor tausenden Jahren die Herstellung von Baumaterialien wie z.B. Beton war. Im ersten Jahrhundert bestand Mörtel aus Wasser, Kalk und Vulkanasche. Die Asche funktioniert als Bindemittel, dank des enthaltenen Aluminiums! So konnte der Beton, dem grobe Tuff- und Steinbrocken beigemischt wurden, schneller trocknen. Der Abbindeprozess des Mörtels fand durch die Vulkanasche bei niedrigen Temperaturen statt, sodass im Gegensatz zu heutigen Verfahren weniger Mikrorisse auftraten. Wie Wissenschaftler herausfanden, bildete sich beim Herstellungsprozess zudem ein Mineral, das den Beton unempfindlich gegen Wasser und auch widerstandsfähiger gegen Erosionen machte. Und wer baute nun die Häuser im alten Rom? Weder Patrizier, die dem damaligen Adel angehörten, noch Plebejer. Oftmals waren Sklaven auf den Baustellen tätig, also keine ausgebildeten Baufachleute. Deshalb waren einfache Bauverfahren gefragt, Beton und Ziegel leisteten also ihren Beitrag zum Bau Roms.

rom_12

rom_3

Share: