Wie im letzten Beitrag angekündigt, möchte ich gern einzelne Stimmen aus der Politik aufgreifen. Wer sagte was? Mehr dazu im Folgenden!

Stimmen aus der Politik: Opposition zuerst an der Reihe

Zuerst hatten im Tempodrom die Opositionspolitiker Gelegenheit zu sprechen. Unter anderem Christian Lindner von der FDP, der im Wesentlichen das Wohnungsbauprogramm mit 1,5 Millionen Wohnungen begrüßt. Er findet die Investitionen sinnvoll, doch der Weg dahin ist für ihn nicht klar und gut geregelt. Lindner ist dafür, dass mehr Siedlungsfläche freigegeben wird, da es an öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen fehle. Auch wenn in dem oben beschriebenen Maße gebaut wird, so müsse die Infrastruktur nachziehen. Dafür brauche es ein Gesetz, dass Planungen und Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigt. Insgesamt fordert die FDP erwartungsgemäß, das Eigentum gefördert werden solle. Es ist ja tatsächlich ein Fakt, dass bei uns in Deutschland die Wohneigentumsquote relativ gering ist.

Förderungen von Wohneigentum

Um Eigentum zu fördern müssten Baukosten sinken, was wohl auch die Energieeinsparmaßnahmen betreffen würde, denn die Energiespar-Verordnung hat das Bauen verteuert, so wie auch andere Regulierungen die Preise nach oben treiben. Notwendig wäre, dass es ein Kataster für freie Flächen gibt, wo freie Flächen zu sehen wären, damit Bauland entwickelt wird und schneller gebaut werden könnte. In Sachen Förderung von Wohneigentum ist festzuhalten, dass das Baukindergeld eigentlich nur den zu erwartenden Anstieg der Grundsteuer kompensieren wird, insofern ist das keine echte Fördermaßnahme, sie würde nur dafür sorgen, dass die höhere Grundsteuer durch das Baukindergeld aufgefangen wird.

Wohnen als zentrale Zukunftsfrage

Katrin Göring-Eckardt (Foto) von den Grünen sagt, dass Wohnen die zentrale Frage des nächsten Jahrzehnts sei. Und damit verbunden die Frage: wie kann man wo wohnen? Flächen müssten frei gegeben werden, aber es muss auch Lebenswert bleiben. Deswegen treten die Grünen vor allem für eine gesunde Mischung von Gewerbe und soziale Durchmischung ein. Daneben hat die Politikerin darauf verwiesen, dass Produktivität in der Bauwirtschaft gesteigert werden müsse. Damit verbunden ist auch das Thema Digitalisierung, denn man sieht, dass die Bauwirtschaft im Gegensatz zu anderen Branchen vergleichsweise wenig digitalisiert ist.

Mehr Stimmen aus der Politik gibts in einem weiteren Post, dann auch mit Positionen aus Reihen der Regierung.

Tag der Immobilienwirtschaft und Argumente aus der Politik Tag der Immobilienwirtschaft und Argumente aus der Politik
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