Am 21. Juni besuchte ich im Berliner Admiralspalast den „Tag der Immobilienwirtschaft 2017“. Die Veranstaltung war vom Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) organisiert, dem Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, in dem viele andere Verbände vertreten sind. Dabei handelt es sich beim ZIA auch um einen Lobbyverband, der  Ausschuss-Arbeit betreibt, die fürs Parlament relevant ist. Insofern hat der Verband also auch ein politisches Gewicht.

Viel Politik-Prominenz

So kurz vor der Bundestagswahl 2017 handelte es sich also um eine sehr politische Veranstaltung. Die Bau- und Umweltministerin Barbara Hendricks war vor Ort, ebenso wie Finanzminister Wolfgang Schäuble und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Als Oppositionsredner war Christian Lindner von der FDP vertreten. Bei allen Rednern habe ich Relevantes mitgeschrieben, was entsprechend im Immobilienbereich geplant ist oder wäre, je nach Wahlausgang.

Relevante Themen

Ein großes politisches Thema stellt der soziale Wohnungsbau dar, ebenso wie Energiesparmaßnahmen, bei denen die Politik um Technologieoffenheit bemüht ist. Dabei ist unser Eindruck, dass aufseiten der Politik eher die Wärmepumpe bevorzugt wird. Steuerlich ist eine Sonderabschreibung ein großes Thema! Dabei gehts darum, wie die Abschreibungsdauer verlängert werden kann. Letzteres sieht die Politik für Mietwohnungsbau (SPD) und Eigennutzer vor, die ein privates Haus kaufen – genauso wie für den öffentlichen Bau (zum Beispiel Rathaus- oder Kita-Bau) (CDU). Bei der CDU wurde zudem diskutiert, ob staatlich geförderter Bau oder doch die Unterstützung von Investoren sinnvoll ist damit sich für diese das Bauen „rechnet“. Generell denkt die CDU eher an Letzteres.

Bauförderung im Umland

Ein wichtiges Thema ist auch eine gute Infrastruktur auf dem Land versus dem Stadt-Zentrum. Das ist auch eine Frage der sogenannten Raumordnung. Denn jede Kommune oder jede Großstadt  überlegt wo sie Geldmittel „räumlich“ investiert und hält das in einer Raumordnung oder Landesentwicklungspaln fest. In Berlin-Brandenburg ist es so, dass primär dort Geld investiert wird, wo man mit der Bahn innerhalb einer Stunde hinkommt (etwa eine Stunde Zugstrecke). Das bedeutet, dass dann auch in erster Linie entlang dieser Strecken investiert wird und wiederum die Zwischenräume weniger weiter entwickelt werden. Daraus resultiert der sogenannte Sterneffekt.

Aber klar, als Kommune oder Stadt ist das Geld begrenzt, irgendwo müssen Mittel letztlich hin fließen und das kann nicht auf der gesamten Fläche gelingen. Also wird Geld dorthin gegeben, wo schon ein bisschen Infrastruktur besteht. So macht das zumindest Berlin-Brandenburg. Und in einer Stunde Zugfahrzeit kommt man in Brandenburg schon relativ weit raus, von Berlin aus gesehen.

Natürlich gab es noch viel mehr Inhalte vom Tag der Immobilienwirtschaft! In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich auf  die Themen Immobilienblase uKrynos Linkpost-1-5nd Steuern näher eingehen.

 

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